Wenn man sich viel mit Wein beschäftigt, freut man sich hin und wieder auch über eine Abwechslung. Neben dem obligatorischen Bier nach einer größeren Probe ist meine erste Wahl ein völlig alkoholfreies und stilles Wasser. In Chile lernte ich nun den aus Traubenmost destillierten “Pisco” kennen und schätzen. Praktisch vor jeder Nahrungsaufnahme wird dieser als Mixgetränk namens “Pisco Sour” gereicht und wenn man schlau ist, lehnt man niemals ab.
Bei Newton Vineyard im sonnigen Kalifornien!
Jeder Weintrinker kennt sie: Schlüsselerlebnisse. Eine Erfahrung, die das Thema Wein an sich spannend gemacht hat, aber vielleicht auch Momente, die gewisse Weinländer oder Rebsorten in neuem Glanz erstrahlen ließen. Zum Beispiel: die USA. Weiterlesen
Ein Tempranillo in Reinkultur!
2010 Bodegas Martúe “Dauco” (Rotwein, Spanien)
Auch wenn sie etwas länger auf sich warten ließ: Die aktuelle Weinlakai-Empfehlung ist (schon wieder) ein Preis-Leistungs-Hit. Mit 6,60 EUR für eine Flasche sowieso schon günstig, erhalten meine Leser bei Angabe des Gutscheincodes “weinlakai” noch zusätzliche 10% Rabatt auf den “Dauco”. Dafür erhält man einen Wein, der den fehlenden Sommereinbruch als Makulatur erscheinen lässt. Er verwöhnt mit intensiven, rotbeerigen Fruchtaromen und einem stabilen Rückgrat, das die ersten Grillversuche wunderbar komplementiert. Weiterlesen
Ein Bio-Italo-Traum zum Niedrigstpreis!
2011 Saladini Pilastri “Rosso Piceno” (Rotwein, Marken, Italien)
Zugegeben: Ein echter Geheimtipp ist der “Rosso Piceno” von Saladini Pilastri nicht mehr. Doch gibt es natürlich auch bei diesem Bio-zertifizierten Superschnäppchen Jahrgangsschwankungen. Und so war ich hoch erfreut festzustellen, dass der aktuelle Jahrgang 2011 besonders gelungen ist. Eine solche Qualität für etwas über 5 EUR zu erhalten (in der versandkostenfreien 11+1-Aktion sogar nur 4,86 EUR/Fl.) ist schlichtweg der helle Wahnsinn. Es ist der perfekte “Alltags-Allrounder”, der sowohl solo getrunken klasse ist als auch zum Essen hervorragend passt.
Nachgeschmeckt: 2004 Pegau Réservée
Allerhand Brimborium verursachte der 2003er Jahrgang der Domaine du Pégau aus dem Châteauneuf-du-Pape: 2006 vergab Robert Parker in einer inoffiziellen Verkostung dem Spitzen-Cuvée “Da Capo” noch nie dagewesene – und eigentlich auch nicht existente – 100+ Punkte. Vor allem aber erhielt der durchaus erschwingliche “Réservée” wenig später 98 Punkte. Parker gab zu, dass dieser nur marginal schlechter sei und ihm in einer Blindverkostung durchaus als “Da Capo” durchgehen könnte. Ich gestehe: Daraufhin hatte ich mich recht flugs um den Erwerb einiger Flasche 2003er “Réservée” gekümmert (damals 35 EUR/Fl.). Weiterlesen
Ultrajung, ultragut und ultragünstig!
2012 Ellermann-Spiegel Weißburgunder trocken (Weißwein, Pfalz, Deutschland)
Es gibt viele tolle Weine aus der Pfalz. Rot und weiß. Das ist nichts Neues. Doch für etwas mehr als 5 EUR einen deutschen Weißburgunder ins Glas zu bekommen, der solchen Spaß macht, ist phänomenal. Ich wage sogar die Behauptung, dass ich für diesen Preis noch nie einen so schönen Weißwein getrunken habe. Zudem ist es auch der jüngste Wein, den ich je empfohlen habe. Und genau darin liegt aus meiner Sicht das Geheimnis des Weißburgunder von Ellermann-Spiegel: er will jung getrunken werden.
Manfred Krankl und sein Weingut Sine Qua Non
Jeder kennt das Gefühl: Man öffnet den Briefkasten und zwischen der üblichen Werbepost lugt ein Brief in adretter Recycling-Papier-Aufmachung hervor. Dabei handelt es sich nur selten um die Urlaubsgrüße von Tante Toni, sondern viel häufiger um eine unangenehme Art, «Bescheid gesagt» zu bekommen. Nun, ähnlich geht es mir mit Post, die ich vom Weingut Sine Qua Non aus dem südlichen Kalifornien bekomme: Seit nunmehr sechs Jahren erhalte ich in regelmäßigen Abständen eine Postkarte, die mir auf äußerst charmante und entschuldigende Art deutlich macht, dass ich leider immer noch nicht würdig genug bin, um Weine von Sine Qua Non erwerben zu dürfen.
Rieslingvertikale: 11 Jahre Kellers G-Max
Mit dem Jahrgang 2001 hat Klaus Peter Keller in der 9. Generation das Zepter im familiären Weingut übernommen. Familiensinn, eine Verbundenheit mit der heimischen Scholle und das stete Streben, besondere Weine zu erzeugen, prägten und prägen das Denken und Handeln der Winzerfamilie Keller. Die Keimzelle des Erfolgs liegt sicherlich im Hubacker, heute eine der bedeutendsten Lagen in Rheinhessen. Weiterlesen
Doppelt hält besser!
2008/2010 La Pèira en Damaisèla “Les Obriers de la Pèira” (Rotwein, Languedoc-Roussillion, Frankreich)
Am kommenden Sonntag ist es genau vier Jahre her, dass ich den heutigen Wein schon einmal meinen Lesern vorstellte (hier nachzulesen). Damals war es der Jahrgang 2006 und heute möchte ich meinen Lesern gleich zwei Jahrgänge dieses Super-Weines ans Herz legen: 2008 und 2010. Ja, ein absolutes Novum beim Weinlakai, aber ich ergreife diesen ungewöhnlichen Schritt aus gutem Grund. Beide Weine sind für knapp über 10 EUR sensationell gut, jedoch aus unterschiedlichen Gründen.
Ein Rioja trumpft auf!
2009 Bodegas Burgo Viejo “Royal Flush” Crianza (Rotwein, Rioja, Spanien)
Ich gebe es nur ungern zu, schäme mich auch etwas dafür und möchte auf keinen Fall, dass es jemand nachahmt: Manchmal trinke ich abends “aus Versehen” eine ganze Flasche Wein. Anschließend bin ich selbst überrascht und erzähle meiner Frau ganz schuldbewusst, die Flasche sei schon angebrochen gewesen. Schlimm, oder? Schuld daran ist ein bestimmter Typus von Wein, der sich adjektivisch wohl am besten als “süffig” bezeichnen lässt. Genau solch ein Wein ist die heutige Empfehlung mit dem wenig bescheidenen Namen “Royal Flush”.